
| Hube Name für kleines
Gut, ein halber Bauernhof, siehe Hof. Niederdeutsch Hufe. Lasshube, Lehenhube, die nach dem Absterben des Besitzers dem Eigentümer hinterlassen wird, sohin auf den Leib verliehen ist. Hof: Der regelrechte schwäbische Bauernhof sollte nach der "Lex Alamann" 40 Jaucherten haben. Man zerschnitt ihn häufig in Halbe- und Viertelhöfe. Der halbe Hof hieß Hube. |
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| Literatur: |
Oberdeutsches Flurnamenbuch,
von M. R. Buck, 1879 Verlag von B. Seligsbergs Antiquariatsbuchhandlung, Bayreuth 1931 |
| Hube, niederdeutsch,
plattdeutsch Hufe. Gut von meist 30 Morgen. Hueb, Schönhueb, Anderhub, Vierhub, Huf(e), Freihube, Hufeland, (van der) Hoeven, Hauwe, Rotthauwe, Hauve, Middelhauwe. Der Inhaber war ein: Huber (besonders bayerisch), Houber, Hueber, Hue(b)ner, Hieb(n)er, Hüf(n)er, Haubner, Haumer, Hubinger, Gring-, Breiten-, Mitten-, Inner-, Neu-, Forst-, Gassl-, Prigl-, Stöckl-, Reitel-, Blümel-, Schlee-, Oberfuchs-, Paul-, Schmid-, Oberhuber, Huemer, Hummer. |
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| Literatur: | Deutsche Namenkunde, von Max Gottschald, J. F. Lehmanns Verlag, München 1932 |
| Huber, Hüb(e)ner, Hubbauer, Hubmann, Hübler, Hübinger (oberdeutsch = Erblehenbauer), Großbauer, der eine Hufe, einen Hof von 30-60 Morgen besitzt. Hövener, Höver, Hövermann, Höwer niederdeutsch = Huber, zu niederdeutsch niederländisch Hove, Hoeve, Hufe. | |
| Literatur: | Unsere Familiennamen, von Dr. Kaspar Linnartz, F. Dümmlers Verlag, Berlin/Bonn 1936 |
| Huber (oberdeutsch, oberbayrisch), auch Hueber (mit Diphthong wie mittelhochdeutsch huober) meint den Bauer als Besitzer einer Hube, niederdeutsch Hufe (Ackerland von 60 Morgen). Dazu viele Komposita: Bach-, Hinter-, Mitter-, Halbhuber; Anderhub, Vierhub, Schoenhueb, Hueb, Hubl usw.; auch Hubmaier, Hubschmid. Hübner (Lausitz, Schlesien) entspricht dem oberdeutschen, oberbayrischen Huber. | |
| Literatur: | Deutsches Namenlexikon, von Hans Bahlow, Suhrkamp Taschenbuch 1976 |
| Hube Das einem Vollbauern zugemessene Land von ca. 30 Morgen hieß im Süden Hube, im Norden Hufe. Danach benannt sind die Huber, Hüb(e)ner, Hieber, -ner, -ler, Hümmer, Hufner, Hüf(f)er, -ner, -ler. Zusammensetzungen mit: Kraft-, Gschaftl-, Schwindel-, Sinn-, Turn-, Worthuber. Unter den häufigsten Familiennamen in der Bundesrepublik war 1970 der Name Huber 87.000 mal vertreten, er war mit 1,49 % an der 26. Stelle der Häufigkeit. | |
| Literatur: | dtv-Atlas Namenkunde, von Konrad Kunze, Deutscher Taschenbuch Verlag, M 1998 |
| Huber 1224 Huobaere.
Berufsname zu mittelhochdeutsch huober, "Inhaber einer huobe (= Stück Land von einem gewissen Maße, Hufe), Erblehnbauer". Hüb(e)ner, Hüf(f)ner: 1314 Hubner, 1334 Hübener, 1402 Hufener. |
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| Literatur: | Das große Buch der Familiennamen, von Horst Naumann, Falken Verlag 1999 |
| Huber, Hüber: 1. Standesname für den Bauern, der eine Hube innehatte (zu mittelhochdeutsch huober, huob(e)ner "Inhaber einer Hube, Erblehenbauer", vgl. Hube). Je nach Gegend konnte der Huber einen halben oder auch einen ganzen Hof bewirtschaften. 2. Gelegentlich Herkunftsname zu einem der zahlreichen Ortnamen Hub (Bayern, Österreich). Der Name ist typisch süddeutsch: Während Huber deutschlandweit den 40. Platz in der Ranghäufigkeit einnimmt, liegt er in den Bereichen Rosenheim, Landshut und Ingolstadt an erster, in München, Garmisch-Partenkirchen und Offenburg an zweiter Stelle. |
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| Hube: Übernahme zu
mittelhochdeutsch huobe, zu mitteldeutsch hube. "Stück Land von einem gewissen Ausmaß (30-60 Morgen), Hufe". Unter den 200 häufigsten Familiennamen in Deutschland und deren Herkunft nach Telefonanschlüssen war 1996 der Name Huber mit 39.419 Einträgen und 0,191 Anteil-% auf Rang 40. |
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| Literatur: | Duden. Familiennamen, Herkunft
und Bedeutung, von Rosa und Volker Kohlheim Dudenverlag Mannheim 2000 |
| Huber ist der Standesname für einen Bauern, als Besitzer einer Hube (halber Hof). | |
| Ein "Huber" war der Besitzer einer Hube, eines halben Bauernhofes. | |
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